RedHat/CentOS/Fedora: Alle Kernel außer dem aktuell Laufenden entfernen

Ein kleiner Tipp für alle, die eine kleine /boot-Partition benutzen und daher immer schauen müssen, dass sich dort nicht zu viele alte Kernel befinden:
yum remove $(rpm -qa | egrep '^kernel-2.6' | grep -v $(uname -r))
Der obige Einzeiler entfernt alle Kernelpakete der Reihe 2.6 außer dem aktuellen. Auf den ersten Blick sieht es so aus, als würden damit alle Kernel gefunden und entfernt, wichtig ist aber der Parameter -v bei grep:

-v, --invert-match
     Invert the sense of matching, to select non-matching lines.

Dadurch wird die Suche invertiert und eben nur die nicht aktuellen Kernel-RPMs entfernt. Zwar würde RPM sowieso verhindern, dass der aktuell laufende Kernel entfernt wird, dennoch muss man sich ja keine Fehlermeldung geben, die nicht nötig ist.

Der Vollstängigkeit halber sei hier noch erwähnt, dass es auch einen Automatismus in yum/dnf gibt, der dafür sorgt, dass alte Kernel-Pakete immer entfernt werden. Einfach in /etc/yum.conf im Abschnitt [main] die Zeile
installonly_limit=2
ergänzen. So hat man nach Updates immer den aktuellen und, zur Sicherheit, den Kernel davor zur Verfügung und kann sich den Aufand weiter oben zukünftig sparen.

Linux-Tipp: Ist Port X auf einer Maschine offen?

Aus der Reihe: „no need for many words“ heute ein kurzer Tipp zum
Erforschen offener Ports einer bestimmten Maschine.

Will ich zum Beispiel wissen, ob auf meinem lokalen Rechner ein SSH-Server läuft, wende ich folgende Zeile auf der Kommandozeile an:
nc -zv 127.0.0.1 22
Die folgenden Antworten sind möglich:
nc: connect to 127.0.0.1 port 22 (tcp) failed: Connection refused
oder:
Connection to 127.0.0.1 22 port [tcp] succeeded!

- z bedeutet dabei, dass nc nur nach lauschenden Daemnons scannt, ohne tatsächlich irgendwelche Test- oder nutzdaten zu senden. Das ist sinnvoll, um auf dem Ziel nicht versehentlich irgendwelche Firewalls oder sonstigen Fallen auszulösen.

-v sollte klar sein, damit ist nc etwas gesprächiger.

Transfer von 10000 Mails von Provider XYZ zu GMail. Was für ein K(r)ampf!

Bei mir stand vor Kurzem der Wechsel von einem eigenen Mailserver zurück zu Google Mail an. Grund dafür war die Tatsache, dass ich auf dem eigenen Server zwar einen Spamfilter hatte, diesen jedoch permanent durch Umsortieren von Mails per Hand an-/umlernen musste (SpamAssassin/spamd). Was anfangs gut funktionierte, entwickelte sich im Laufe der Zeit jedoch immer mehr zu Arbeit. So bekam ich ständig Benachrichtigungen über Mails, die keine waren.

Kurzum, ich wollte wieder zurück zum Datenkraken, denn dort funktioniert der Spamfilter zuverlässig und vollautomatisch.

Gesagt – getan!. So war jedenfalls der Plan. Doch das Schicksal hatte andere Pläne mit mir…  Continue reading

Portierung einer Mobilfunk-Telefonnummer – so klappt’s!

Die eigene Mobilfunknummer wird immer wichtiger, nutzt man diese doch zum Beispiel für das Onlinebanking, zur Freischaltungen von Überweisungen oder bei Instant Messengern.

Will man nicht bei jedem Anbieterwechsel WhatsApp und Co neu einrichten, sollte man die Rufnummer mitnehmen. Dieser Vorgang wird „Portierung“ genannt. Kürzlich habe ich erfolgreich meine Telefonnummer von einem zum anderen Mobilfunkanbieter umgezogen. Mit ein bisschen Vorbereitung klappt das problemlos.

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Red Hat Linux: Umstieg RHN Classic nach Subscription-Manager

Leider schafft Red Hat am 31.07.2017 das bisherige Red Hat Network (RHN) ab, vermutlich um den eigenen Satellite Server zu pushen. Alle Maschinen werden dann ausschließlich über den „Subscription Manager“ registriert und können auch nur noch Updates bekommen, wenn sie dort angemeldet sind. Damit fällt nach meinem Kenntnisstand die Möglichkeit weg, eine schnelle Übersicht der registrierten Systeme und deren Update-Status zu sehen. Wie auch immer, um frühzeitig für den Umstieg gerüstet zu sein, gibt es hier eine Anleitung. Continue reading