Lösung: VirtualBox-VM will mit USB 2.0 nicht mehr starten

Da ich gerade eine Stunde mit Fehlersuche verbracht habe, hier schnell die Lösung in der Hoffnung, dass sie jemandem hilft:

Mein Problem war, dass ich unter Ubuntu 14.04 das bordeigene VirtualBox 4.3.10 durch die neuere Version 4.3.18 direkt von Oracle ersetzt hatte. (Wie das geht, steht unter www.virtualbox.org/wiki/Linux_Downloads).

Leider stellte sich Version 4.3.18 unter Trusty als nicht besonders stabil heraus, weshalb ich mich entschied, wieder auf die offiziell unterstützte Variante zurück zu fallen. Damit fing das Unheil an, Continue reading

RedHat-Systeme übernehmen durch die Hintertür?

Aus der Serie „Man lernt ja nie aus und unter Linux schonmal gar nicht“ ist mir gestern Folgendes passiert:

Red Hat Systeme kann man ja komfortabel über das so genannte Red Hat Network (RHN) verwalten. Das ist eine Webseite, auf der man über seine Kisten so ziemlich alles erfahren kann: Nötige Upgrades, aktuell installierte Pakete und so weiter. Eigentlich eine ganz nützliche Sache, wenn man mal eben aus Malle seinen Webserver rebooten will, allerdings, wie Du Dir denken kannst, auch nicht ganz ungefährlich. Continue reading

Vermeintlicher Einbruch bei LastPass – Was nun?

Das LastPass Team vermeldet in seinem Blog, dass eventuell Logindaten (keine Passworte und andere gespeicherte Daten) in falsche Hände gefallen sein könnten. Laut Blogeintrag sei es am gestrigen Tage zu einem unüblich großen Volumen an Datentransfer zwischen einem weniger wichtigen (und deshalb leider wohl auch schlechter abgesicherten) VoIP-Server und einer der Datenbanken gekommen. Vom Datenvolumen passt die Menge zur Kombination „Email-Adresse – verschlüsseltes Passwort (Hash)“. Dazu gleich mehr. Continue reading

Alles über Twitter in 10 Minuten

Alle Welt redet von Twitter. Willst Du mitreden? Nach dem Lesen dieses Artikels wird Dir das (hoffentlich) gelingen, dann eigentlich ist das alles gar nicht so kompliziert.

Was ist Twitter?
Twitter ist ein Soziales Netzwerk. Das heißt zunächst einmal, dass hier Menschen mit Menschen kommunizieren dürfen. Bei Twitter veröffentlichst Du Deine Gedanken/Nachrichten in Form von so genannten Tweets, kurzen Nachrichten in Deiner Timeline.

Die Timeline ist Deine personalisierte Twitterseite, auf der nicht nur Deine eigenen Nachrichten stehen sondern auch die derjenigen Twitter-Benutzer, denen Du folgst. Dazu gleich mehr.  Die Timleline ist normalerweise für jeden Internetnutzer sichtbar, auch ohne dass er ein Twitter-Konto besitzen muss.

Das Geniale bei Twitter ist, dass Du selbst bestimmen kannst, was Twitter für Dich sein soll. Willst Du selbst Nachrichten schreiben? Sehr gut! Oder vielleicht einfach nur die Nachrichten der Anderen lesen? Auch OK! Wieder Andere leiten ausschließlich fremde Nachrichten weiter und schreiben nichts Eigenes. Auch das ist in Ordnung, wenn es auch nicht meiner Auffassung eines Sozialen  Netzwerks entspricht.

Was ist Twitter nicht? 
Twitter ist nicht Facebook! Obwohl beide unter dem Oberbegriff Soziales Netzwerk laufen, haben die beiden Netzwerke völlig verschiedene Ansätze. Während Twitter darauf ausgelegt ist, mit der Öffentlichkeit zu kommunizieren, zielt Facebook eher auf die Kommunikation zwischen Freunden ab. Wobei mir die Definition von Freund bei Facebook viel zu weit geht – Bekannter wäre meiner Meinung nach viel sinnvoller gewesen.
Irgendwo habe ich gelesen, dass „Twitter für die Kommunikation mit Fremden, Facebook für die mit Freunden & Bekannten“ gemacht wurde.

Twitter ist nicht Dein Tagebuch
Eine vielleicht ernüchternde Information vorweg: Es interessiert niemanden, was Du zu Mittag gegessen hast! Das soll nicht heißen, dass Du niemals Dein Essen fotografieren darfst, wenn es etwas besonders Tolles ist. Aber das Drei-Millionste Foto von Currywurst mit Pommes interessiert wirklich niemanden – es sei denn, Du betreibst ein Weblog über Deutschlands Currywurstbuden. Überdenke daher im eigenen Interesse vor jeder Nachricht, ob die Info tatsächlich jemandem nützt. Du wirst nämlich mehr von Twitter haben, wenn Du Dir solche Nachrichten sparst.

Wie funktioniert Twitter?
Du benötigst zur Teilnahme bei Twitter ein kostenloses Benutzerkonto und kannst nach der Anmeldung sofort damit starten, Tweets zu veröffentlichen. Ein Tweet ist eine kurze Nachricht von maximal 140 Zeichen Länge und damit deutlich kürzer als eine SMS. Zunächst wirst Du 140 Zeichen als viel zu kurz empfinden, mit der Zeit wirst Du Dich aber an diese Beschränkung gewöhnen und damit wunderbar auskommen.
Anwendungen (Apps)

Die einfachste Methode,Tweets zu veröffentlichen, ist sicherlich die über die Twitter-Website. Dort hast Du direkten Zugriff auf alle Twitter-Funktionen.

Alles über Twitter in 10 Minuten
Startbildschirm von Twitter nach dem Login

Da Twitter aber von Anfang an sehr offen war, hat sich ziemlich schnell ein Markt für Drittanbieter-Anwendungen und -Diensten gebildet, über die Du mit Twitter interagieren kannst.

So gibt es Webseiten wie seesmic, hootsuite und tweetdeck, die Dir eine komfortablere „Sicht“ auf ein oder mehrereTwitterkonten bieten. Diese Dienste sind zum Teil kostenpflichtig, Basis-Funktionen gibt es aber überall kostenlos.

Alles über Twitter in 10 Minuten
Hootsuite nach dem Einloggen. Es sind mehrere Konten möglich, darunter auch Facebook
Dann existieren noch eigenständige Twitter-Anwendungen, die Du lokal auf Deinem PC/Mac oder  alternativ als Browser-Erweiterung installieren kannst.
Zu guterletzt kann jedes Internetfähige Handy oder Smartphone mit mindestens einer brauchbaren Twitter-Anwendung aufwarten.
Welche Anwendung dabei für Dich die Beste ist, lässt sich nicht pauschal beantworten. Das hängt von Deiner Intention und Deinen Erwartungen ab. Hier hilft es, wenn Du mit den verschiedenen Zugriffsmöglichkeiten experimentierst und diejenigen nutzt, mit denen Du am Besten zurechtkommst. Das muss nicht notwendigerweise eine einzelne Anwendung sein – viele Twitterbenutzer verwenden einen Mix aus mehreren Anwendungen, je nach Laune oder Situation.
Die Follower – Masse oder Klasse?
Follower sind diejenigen Twitterbenutzer, die irgendwie auf Dich aufmerksam geworden sind und mehr von Dir lesen wollen. Also folgen sie Dir, um Deine Tweets zukünftig nicht mehr zu verpassen. Abonnement wäre der passende Vergleich zum realen Leben.
Ein Follower erhält von Dir verfasste Tweets sofort an seine Timeline geliefert. Viele Twitter-Einsteiger sind zunächst hinter neuen Followern her wie der Teufel hinter der armen Seele. Mir ist die Anzahl meiner Follower allerdings ziemlich egal. Wer glaubt, dass meine Tweets ihm nützen, darf mir gerne folgen und ich freue mich darüber. In erster Linie twittere ich jedoch für mich.
Wenn dann nur einer meiner Tweets für einen Follower nützlich ist, hat sich die Sache für alle beteiligten schon gelohnt.
Für mich geht’s bei Twitter um Qualität, nicht um Quantität. Deshalb gehe ich auf Angebote wie „Get 1000 Followers in 2 weeks“ nicht ein, da sie in der Regel nur zu einer uninteressanten Anhängerschaft führen, von der man niemals Interaktion erwarten kann. Es nützt Die nämlich nichts, wenn Du 1000 Follower hast, von denen 800 Deine Tweets gar nicht lesen.
Wem sollte man folgen? – Spreu vom Weizen und so…
Gehe mal davon aus, dass eine heiße Blondine, die sich im Profilbild mit Bikini präsentiert, nicht diejenige ist, die hinter einem Twitterkonto steckt. Vermutlich handelt es sich dabei um einen Spammer,  der Dir etwas verkaufen will. Aus diesem Grunde rate ich von so genannten auto-follower-Programmen dringend ab. Diese sorgen dafür, dass Du jedem, der Dir folgt, automatisch auch folgst.
Der „Heiße-Blondinen-Faker“ geht davon aus, dass Du eventuell solch ein Programm einsetzt und nutzt das schamlos für Werbezwecke aus.

Deshalb solltest Du Dir, bevor Du jemandem folgst, lieber selbst einige seiner (ihrer)Tweets anschauen und erst dann entscheiden, ob sich das überhaupt lohnt.

Tyisches Spammerkonto. Anhand der Follower sieht man, dass „sie“ nicht besonders erfolgreich war.
Es gehört allerdings zum guten Ton, auch einigen Twitterern zu folgen und das Verhältnis von Deinen Followern zu denen, denen Du folgst, sollte sich in etwa die Waage halten. Von Zeit zu Zeit solltest Du deshalb Deinen Bestand an Followern überprüfen und offensichtliche Fake-Konten entfernen. Dazu existieren auch Dienste wie zum Beispiel TwitCleaner, die Deine Follower automatisiert analysieren und Dich dabei unterstützen.
 
Direct Messages – SMS für Arme (oder Reiche?)
Direct Messages, kurz DM, sind Nachrichten von Twitterbenutzer zu Twitterbenutzer. Sie unterliegen den gleichen Beschränkungen wie Tweets (maximal 140 Zeichen), können aber nur vom Absender und Empfänger gelesen werden, ähnlich wie bei einer SMS.
Eine DM kannst Du allerdings nur an jemanden versenden, der Dir folgt. Das werden einige Stars sehr zu schätzen wissen.
 
Retweets – Ehre, wem Ehre gebührt
Ein Retweet ist ein Tweet eines anderen Twitternutzers den Du an Deine Timeline weiterleitest. Deine Follower  sehen den Inhalt es Tweets mit Namensnennung und Profilbild des Originalautors.
Der Vorteil von Retweets ist, dass Du dadurch neue Nutzer zusammen bringst. Denn vielleicht entdeckt ja einer Deiner Follower, dass der Autor Deines Retweets für Ihn interessant ist. Insbesondere wenig bekannte Twitter-Konten können durch Retweet massiv profitieren und bekannter werden. Win-Win für alle, sozusagen.

Deshalb ist es auch keine gute Idee, einen vielleicht genialenTweet eines Anderen unverändert als den Eigenen zu verkaufen. So etwas was istnicht nur unanständig sondern auch armselig. Und auf die Aufdeckung von Plagiaten ist gerade die deutscheInternetgemeinde gerade ziemlich trainiert.

Alles über Twitter in 10 Minuten
So sieht ein Retweet aus
Replies – offen und verdeckt
Ein Reply ist, wie bei E-Mails, eine Antwort auf einen Tweet. Wenn Du etwas in einer Timeline gelesen hast, das Du nicht unkommentiert lassen willst, antwortest Du auf diesen Tweet in Form einer Reply.
Replies sind auf 2 verschiedene Weisen möglich: Sofern das erste Zeichen ein „@“ ist, wird die Reply nicht für Deine Follower angezeigt. Der Grund dafür ist, dass die meisten Deiner Follower ja nicht wissen, worum es in Deiner Antwort geht, da sie dem Adressaten nicht unbedingt folgen. Daher erscheint ein Reply nur in Deiner Timeline für andere sichtbar, wenn Du vor das erste @ mindestens ein beliebiges anderes Zeichen setzt. Viele nutzen dafür einen Punkt, da dieser nicht sonderlich auffällt. Ob das sinnvoll ist oder nicht, solltest Du von Fall zu Fall selbst entscheiden.
 
#Hashtags – Auf Wichtiges hinweisen
Ein Hashtag kann am einfachsten als Schlagwort erklärt werden. Willst Du einem Tweet eine thematische Zugehörigkeit verleihen, kannst Du das über Hashtags erreichen. Dazu stellst Du einfach einem oder mehreren Schlagworten das Hash-Symbol (#) voran. Von der Community erfunden, hat man Hashtags bei Twitter relativ schnell adaptiert und erlaubt heute sogar eine Sofortsuche nach dem Begriff, wenn man ein Hashtag anklickt.

Hashtags lassen sich auch wunderbar dazu verwenden, einemTweet zusätzliche thematische Zugehörigkeiten zu verpassen oder ihm dadurch einen völlig neuen Sinn zu geben.

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Nutzung von Hashtags bei @N24_de