RedHat/CentOS/Fedora: Alle Kernel außer dem aktuell Laufenden entfernen

Ein kleiner Tipp für alle, die eine kleine /boot-Partition benutzen und daher immer schauen müssen, dass sich dort nicht zu viele alte Kernel befinden:
yum remove $(rpm -qa | egrep '^kernel-2.6' | grep -v $(uname -r))
Der obige Einzeiler entfernt alle Kernelpakete der Reihe 2.6 außer dem aktuellen. Auf den ersten Blick sieht es so aus, als würden damit alle Kernel gefunden und entfernt, wichtig ist aber der Parameter -v bei grep:

-v, --invert-match
     Invert the sense of matching, to select non-matching lines.

Dadurch wird die Suche invertiert und eben nur die nicht aktuellen Kernel-RPMs entfernt. Zwar würde RPM sowieso verhindern, dass der aktuell laufende Kernel entfernt wird, dennoch muss man sich ja keine Fehlermeldung geben, die nicht nötig ist.

Der Vollstängigkeit halber sei hier noch erwähnt, dass es auch einen Automatismus in yum/dnf gibt, der dafür sorgt, dass alte Kernel-Pakete immer entfernt werden. Einfach in /etc/yum.conf im Abschnitt [main] die Zeile
installonly_limit=2
ergänzen. So hat man nach Updates immer den aktuellen und, zur Sicherheit, den Kernel davor zur Verfügung und kann sich den Aufand weiter oben zukünftig sparen.

Red Hat Linux: Umstieg RHN Classic nach Subscription-Manager

Leider schafft Red Hat am 31.07.2017 das bisherige Red Hat Network (RHN) ab, vermutlich um den eigenen Satellite Server zu pushen. Alle Maschinen werden dann ausschließlich über den „Subscription Manager“ registriert und können auch nur noch Updates bekommen, wenn sie dort angemeldet sind. Damit fällt nach meinem Kenntnisstand die Möglichkeit weg, eine schnelle Übersicht der registrierten Systeme und deren Update-Status zu sehen. Wie auch immer, um frühzeitig für den Umstieg gerüstet zu sein, gibt es hier eine Anleitung. Continue reading

IUS Community: Ein Repo mit aktuellen Versionen für CentOS/RHEL

Jeder, der einen Webserver bei einem Hoster gemietet hat, kann ein Lied davon singen: Programm X läuft auf dem Server nicht, da php in Version Y.z vorhanden sein muss.
Nutzer von RHEL und CentOS dürften die Problematik ebenfalls bestens kennen: Aufgrund der langen Supportdauer (mit entsprechendem Wartungsvertrag immerhin bis zu 13 Jahre!) kann das eine oder andere Paket von der aktuellen Entwicklung schon einmal überholt werden.

IUS Community
Logo des Projektes, (c) by IUS Community

Dazu haben sich einige Mitarbeiter von Rackspace, einem goßen amerikanischen Hoster Gedanken gemacht und sich überlegt, ihre Bestrebungen der Allgemeinheit zugute kommen zu lassen.  Heraus kam die IUS Community bei der es Repositories zu allen derzeit aktiv gepflegten Versionen von RHEL und CentOS gibt.  Continue reading

Lösung: VirtualBox-VM will mit USB 2.0 nicht mehr starten

Da ich gerade eine Stunde mit Fehlersuche verbracht habe, hier schnell die Lösung in der Hoffnung, dass sie jemandem hilft:

Mein Problem war, dass ich unter Ubuntu 14.04 das bordeigene VirtualBox 4.3.10 durch die neuere Version 4.3.18 direkt von Oracle ersetzt hatte. (Wie das geht, steht unter www.virtualbox.org/wiki/Linux_Downloads).

Leider stellte sich Version 4.3.18 unter Trusty als nicht besonders stabil heraus, weshalb ich mich entschied, wieder auf die offiziell unterstützte Variante zurück zu fallen. Damit fing das Unheil an, Continue reading

RedHat-Systeme übernehmen durch die Hintertür?

Aus der Serie „Man lernt ja nie aus und unter Linux schonmal gar nicht“ ist mir gestern Folgendes passiert:

Red Hat Systeme kann man ja komfortabel über das so genannte Red Hat Network (RHN) verwalten. Das ist eine Webseite, auf der man über seine Kisten so ziemlich alles erfahren kann: Nötige Upgrades, aktuell installierte Pakete und so weiter. Eigentlich eine ganz nützliche Sache, wenn man mal eben aus Malle seinen Webserver rebooten will, allerdings, wie Du Dir denken kannst, auch nicht ganz ungefährlich. Continue reading